Kurs Körpersprache & Freiarbeit II

Vertiefen, verfeinern und Neues lernen

Teilnehmer verschiedener Ausbildungsphasen und mit unterschiedlichen Themen profitieren sehr voneinander, deshalb ist dieser Kurs ist für drei Teilnehmergruppen geeignet:

  1. Absolventen Kurs Freiarbeit I: In diesem Kurs findet ihr Raum und Zeit, um Eure Hausaufgaben in fremder Umgebung auszuprobieren und euch Schritt für Schritt an die nächsten Herausforderungen heranzutasten.
  2. Absolventen Kurs Körpersprache I: In diesem Kurs entwicklen wir die Themen aus Bodenarbeit & Körpersprache weiter, verfeinern, festigen und gehen die in nächsten  Übungen. Auch ein Reinschnuppern in die Freiarbeit ist möglich.
  3. Fortgeschrittene Boden- und Freiarbeit: Wir nehmen Deine individuellen Themen und Wünsche auf, schauen, was Dir dafür noch fehlt und entwickeln die passenden nächste Schritte

Eine Basis haben wir nun schon, wie bekommen wir es jetzt hin, dass die Verbindung zum Pferd immer stabiler und selbstverständlicher wird? Das unsere Körpersprache immer klarer und flüssiger wird? Und unser Gefühl und Timing immer besser? Wie erarbeiten wir uns auch schwierigere Lektionen oder verknüpfen Bekanntes zu neuen, interessanten Varianten?

Mit diesen und anderen Themen beschäftigen wir uns in diesem Kurs. Er ist für alle geeignet, die mit ihrem Pferd mehr lernen möchten und Lust auf Vielfalt und Feingefühl haben. Wir entwickeln die Grundelemente der Boden- und Freiarbeit weiter, die Lektionen können dyamischer werden und wir setzen unterschiedliche Manöver und Bewegungsabläufe zusammen. Die (Körper-)Signale für das Pferd werden dabei zunehmend unsichtbarer.

Einzelne Sequenzen nehmen wir mit der Videokamera auf, damit wir sie später zusammen auswerten können. Das ermöglicht uns, unser eigenes, inneres Gefühl mit dem äußeren Bild abgleichen. Wir können Handlungen, Abläufe und Bewegungen von Pferd und Mensch genau analysieren und sozusagen in Zeitlupe betrachten.

Der Kursinhalt wird individuell an die teilnehmenden Teams angepasst, je nach ihrer Zielsetzung, ihrem Ausbildungstand oder ihren Problemen. Klassische Inhalte sind z. B.

  • Wie fokussiere ich das Pferd stärker auf mich?
  • Was sind die nächsten Ausbildungsschritte nach der Basisarbeit?
  • Wie kann ich die innere und äußere Haltung meines Pferdes in der Freiarbeit beeinflussen und verbessern?
  • Was mache ich, wenn mein Pferd weggeht?
  • Verschiedene Pferdepersönlichkeiten erkennen und richtig ansprechen
  • Arbeiten in den höheren Gangarten
  • Fortgeschrittene Lektionen wie zirkeln, Ranrufen des Pferdes, Seitengänge
  • Bewegen des Pferdes nur über indirektes Gefühl
  • Verfeinern und Minimieren der Signalgebung
  • Arbeiten des Pferdes an Hindernissen (Geschicklichkeit und Angst)
  • Zusammensetzen verschiedener Lektionen zu komplexeren Übungen
  • Pferde mit Leichtigkeit verladen
Voraussetzungen

Die Lust, sich weiter zu entwicklen und Neues zu lernen und zu entdecken. Die Pferde und ihre Menschen sollten schon ein paar Vorerfahrungen mit der Frei- oder Bodenarbeit gesammelt haben und keine absoluten Anfänger mehr sein.

Hengste können nicht teilnehmen und für Problempferde eignet sich dieser Kurs nur bedingt und nach vorheriger Absprache!

Ablauf

Der Kurs geht über 2 Tage

Samstag 10:00 h bis 18:00 h
Sonntag 9:00 h bis 16:00 h
Pause ca. 13:00 h bis 14:00 h

Wir starten am Samstagmorgen mit einer Vorstellungsrunde. Anschließend klären wir Eure individuellen Ziele und machen ein wenig vorbereitende Theorie. Dann wird mit den Pferden in Gruppen jeweils vormittags und nachmittags praktisch gearbeitet.

Sonntagmorgen beginnen wir mit der Videoanalyse des Materials von Samstag und gehen danach wieder in Gruppen in die praktische Arbeit. Mittags essen wir gemeinsam.

Preise

Aktive Teilnehmer € 265,00
Zuschauer pro Tag € 35,00
zzgl. Nebenkosten

Termine und Anmelden

Pferde können Gesichtsausdrücke lesen
Forscher der University of Sussex haben gezeigt, dass Pferde ein gutes Auge für die menschliche Mimik haben. Die Wissenschaftler hatten die Reaktionen von 28 Pferden aus verschiedenen Ställen untersucht. Den Tieren wurden lebensgroße Fotos ihnen unbekannter Männer aus einem Meter Entfernung gezeigt. Die Männer auf den Bildern lächelten entweder oder blickten wütend.

Die Reaktion auf wütende Gesichtsausdrücke war besonders deutlich, die Herzfrequenz der Pferde stieg schnell an. Zudem haben die Tiere ihren Kopf bewegt, um das Bild mit ihrem linken Auge zu beobachten. Frühere Studien hätten gezeigt, dass viele Arten wie etwa Hunde negative Dinge eher mit dem linken Auge betrachten.

Auf positive Gesichtsausdrücke reagierten die Pferde hingegen kaum. Für die Tiere sei es offenbar besonders wichtig, Bedrohungen in ihrer Umgebung schnell zu registrieren.
Quelle: Forscher um Karen McComb, University of Sussex, Brighton