Hintergrund

Problempferde

Das Problempferd hat vor allem ein Problem und zwar den Menschen. Kein Problempferd hätte sein Problem, wenn es einfach in seiner Herde und seinem natürlichen Umfeld leben würde.

Oder wie Mark Rashid sagt: "Wenn wir die Pferde dafür verantwotlich machen, dass die Dinge schlecht laufen, wäre das so, als wenn wir mit dem Auto vor einen Baum fahren und dann dem Baum die Schuld geben, weil er im Weg gestanden hat".

„Wir fanden es sehr beeindruckend und waren sehr fasziniert, wie du so schnell erkannt hast, welches Max und unser Problem ist, und wie du damit umgegangen bist. (...)

Ich habe einen Faible für solche Pferde, deshalb habe ich mich spezialisiert auf das Training von sogenannten „Problempferden“, die ein gestörtes Verhältnis zu Menschen, ihrer Umwelt oder sich selbst haben.

Wenn solche Pferde zu mir kommen erforschen wir, woher, mit wem oder mit was sie ein Problem haben. Außerdem muss ich wissen, warum und für wen sie ein Problem sind. Daraus entwickle ich dann das individuelle Trainingskonzept für Pferd und Mensch.

Die Symptome der Pferde können ganz verschieden sein, z. B.

Die Ursachen für Verhaltens- oder Beziehungsstörungen sind vielschichtig. Pferde und Menschen agieren miteinander auf drei Ebenen: Körperlich, emotional, mental. Beim Training von Pferden dreht sich meist alles darum, seine Bewegungen zu kontrollieren und zu formen. Diese körperliche Ebene steht aber nur scheinbar im Vordergrund, sie ist "nur" Ausdruck der anderen beiden Ebenen, die dem Menschen oft verborgen bleiben.

Um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, analysiere ich zuerst, auf welcher der drei Ebenen die Ursache angesiedelt ist. Denn jedes Pferd ist eine besondere Persönlichkeit mit eigenen Charakterzügen, individuellen Erfahrungen und Strategien. Es ist wichtig, zu erkennen, wo das Problem "Fuß gefasst hat", denn davon hängt die weitere Verarbeitungsstrategie ab.

 

Natürlich gibt es zwischen den drei Ebenen keine strikte Trennung, sondern sie sind stark miteinander verwoben.

 

Im Laufe des Trainings werden die bestehenden Konflikte mit dem Pferd bearbeitet, in der Regel berührt man dabei alle drei Ebenen, wenn auch unterschiedlich stark. Dazu beginne ich zunächst mit Deinem Pferd und später kommst Du als Besitzer, Reiter oder Pfleger dazu.

Mit geht es bei meiner Arbeit nicht darum, ein Pferd gefügig oder einfach gehorsam zu machen, sondern mit dem Pferd Möglichkeiten zu erarbeiten, mit der Realität besser umzugehen: Äußere Grenzen zu akzeptieren und innere Grenzen positiv auszuweiten. Dem Menschen helfe ich, sein Pferd besser zu verstehen und ihm damit wieder näher zu kommen. Er wird außerdem lernen, was sein Pferd von ihm braucht, um sich wohl und sicher zu fühlen, ihm also vertrauen zu können.